Qualitätsstandards

Was ist „Gute Supervision“?

Professionelle SupervisorInnen sind zu erkennen an:

  • Einer Mitgliedschaft in einem Verband, der der DGfB angeschlossen ist
  • Einer qualifizierten Weiterbildung gemäß den Standards dieser Verbände auf der Grundlage eines abgeschlossenen einschlägigen Hochschulstudiums
  • Regelmäßiger Fortbildung und Teilnahme an Maßnahmen der Qualitätssicherung
  • Der Bereitschaft, an andere Fachleute zu überweisen

Im ISA Chemnitz findet einmal monatlich ein Qualitätszirkel der SupervisorInnen statt. ISA SupervisorInnen verpflichten sich zu regelmäßigen Fortbildungen.

Zur Bearbeitung der meisten Supervisionsanliegen sind in der Regel mehrere Gespräche erforderlich. Am Anfang der Supervision werden insbesondere folgende Themen behandelt und in einem Supervisionskontrakt vereinbart:

  • Abklärung des Supervisionsanliegens und der Ziele der Supervision
  • Information über die einzusetzenden Methoden, Verfahren, Materialien
  • Absprachen über den Abschluss der Supervision
  • Aufklärung über die Schweigepflicht
  • Vereinbarung über Kosten und Nebenleistungen
  • Möglichkeiten vom Vertrag zurückzutreten
  • Informationen über Möglichkeiten des Beschwerdemanagements

Grundsätze (vgl. Ethikrichtlininen)

Supervision ist bestimmt von Achtung und Wertschätzung. Supervision unterstützt Menschen dabei, Antworten auf ihre Fragen zu finden, für Konflikte und Probleme die eigenen Lösungen zu entwickeln oder auch die Fähigkeit zu erlernen, mit Schwierigkeiten zu leben.

Supervision erfolgt auf der Basis einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ratsuchende werden entsprechend fachlicher Standards und ohne Voreingenommenheiten oder Vorurteile dabei unterstützt, ihren eigenen Weg zu gehen.

Supervision steht Ratsuchenden unabhängig von ihrer weltanschaulichen, politischen oder religiösen Überzeugung, ihrem Alter und Geschlecht, ihrer sexuellen Identität oder ihrem kulturellem Hintergrund offen.

Supervision erfolgt im Respekt vor der Eigenverantwortlichkeit der Ratsuchenden. Sie ist zugleich dem Wohl der Ratsuchenden als auch dem Wohl anderer Menschen im sozialen Kontext verpflichtet. Das bezieht auch diejenigen mit ein, die ihre Interessen noch nicht oder nicht mehr selbst zu verstehen geben können.

Supervision basiert auf Vertraulichkeit und unterliegt der Schweigepflicht.

Supervision schließt private Kontakte zwischen Ratsuchenden und Supervisor bzw. Supervisorin aus.

vgl.: Wie erkenne ich gute Beratung? / DGfB